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projekt gämshorn
wo musik den richtigen ton trifft

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das gämshorn (oder gemshorn) ist eine schnabelflöte aus tierhorn, die in zentraleuropa vom mittelalter bis zum beginn des 16. jahrhunderts gespielt wurde. es ist ein einfaches instrument mit dem tonumfang einer oktave und zeichnet sich durch einen warmen, lieblichen klang aus. die gämshorn-familie umfasst die ganze bandbreite von sopranino bis grossbass. heute werden die instrumente meistens aus dem horn des afrikanischen watussi-rindes hergestellt, das sopranino wird immer noch aus dem ursprünglichen gämshorn gefertigt. unsere instrumente stammen aus der gemshornwerkstatt schwarze in leipzig, deutschland.

der begriff "gemshorn" ist den meisten wahrscheinlich als orgelregister bekannt. tatsächlich entlehnten orgelbauer des 16. jh. diesen namen dem blasinstrument aus horn, wohl um den weichen und dennoch tragenden klang jenes registers zu umschreiben. sie bezogen sich dabei auf ein instrument, das es bereits seit 400 jahren gab.

unter der leitung von insieme spielen aktuell im gämshorn-consort:
hächler roland, härdi verena, hunziker christa,
hunziker vreni, müller walburga,
sigrist marianne, suter margrit, valko ursina

das repertoire des consorts umfasst ausschliesslich mehrstimmige eigenkompositionen für sopran-, alt-, tenor-, bass- und grossbass-gämshörner. booking hier

hinweis:
sonntag, 12. bis samstag, 18. juli 2020
einwöchiger gämshornkurs im rahmen der musik-kurswochen arosa
infos und anmeldung hier



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kompositionen
wir stellen die noten zur freien verfügung ins netz und sagen herzlichen dank allen, die uns den betrag überweisen, den sie für unsere arbeit angemessen finden (IBAN CH98 0658 8220 9743 8784 4 / insieme, christa hunziker und roland hächler, kölliken).
die aufführungsrechte der stücke hingegen haben wir an die SUISA abgetreten.

"die einzelnen sätze sind mit einer schönen eigencharakteristik geformt. harmonisch bieten sie eine abwechslungsreiche fülle. jeder ist in sich sehr stimmig und hat atmosphäre. ich habe mich von satz zu satz immer mehr und mehr an allem erfreut!"
manfred h. harras, 2017

pdf                                             hörproben                                 videoclips

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riesenbirne und riesenkuh
in alten zeiten gab es in unserem lande birnen, die waren tausend mal grösser als die jetzigen; das waren die "überwelschen". wenn so eine überwelsche birne abgefallen war, wurde sie in den keller gerollt und da zapfte man ihr den saft ab. zwei männer sägten mit der waldsäge den stiel ab und fuhren ihn in die sägemühle, wo die bretter für das täferholz daraus geschnitten wurden.
viel sorge machte es den leuten dazumal, die milch aufzuheben. die kühe waren nämlich so gross, dass man teiche graben musste, um die viele milch, die sie gaben, darin aufzufangen. alle tage fuhren dann die sennen auf kleinen schiffen in dem teich herum und schöpften den rahm ab. das merkwürdigste waren aber die grossen kuhhörner: die waren so lang, wann man um ostern hineinblies, so kam der ton um pfingsten heraus.



proboscidea fragrans (lindl.) decne.
heisst auf deutsch gämshorn und bezeichnet eine einjährige pflanze. die technische universität dresden veröffentlichte einen beschrieb.

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